Machen Nudeln glücklich?

Das älteste überlieferte Nudelrezept stammt aus Ostasien. Es wurde vor etwa 4.000 Jahren geschrieben. Nach dieser Anleitung stellten steinzeitliche Pasta-Freunde Nudeln aus Weizenmehl, Eiern und Wasser her – eine Zusammensetzung, die in etwa dem Rezept deutscher Eiernudeln entspricht.

Seit etwa 400 Jahren sind Nudeln auch in Deutschland bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit, wie das Beispiel der Nudelbar zeigt. Dabei handelt es sich um einen fälschlicherweise „Snack-Bar“ genannten Raum in der Schlossmensa. Mit rund 300 Besuchern am Tag ist sie gut ausgelastet. Vor allem Studenten schauen von Montag bis Freitag zwischen 11.45 und 14.15 Uhr gerne vorbei.

Eingerichtet wurde die „Bar“, in der Nudelgerichte verschiedenster Art angeboten werden, auf Wunsch vieler Mensagäste.

Grundsätzlich gibt es zwei Gerichte mit zwei verschiedenen Soßen – eins ist immer vegetarisch. Etwa die Hälfte des täglichen Besucherstroms der Mensen bevorzugt fleischlose Gerichte. Jeder Barbesucher kann sich verschiedene  Toppings aussuchen, u.a. Oliven, Parmesan, Paprika oder auch frische Kräuter.
Auch wenn die Mehrzahl der Mensagäste etwas im Speisenangebot der Nudelbar findet, gibt es auch Fälle wie Ann-Christin: „Ich mochte die Nudelbar gern, man kann dort sehr lecker essen.

Aber seitdem ich Veganerin bin, gibt es für mich leider keine essbaren Soßen mehr. Und nur Nudeln mit Frühlingszwiebeln als Topping zu essen, wäre langweilig.“

Auf der anderen Seite berichtet Annelen Trost, Leiterin der Hochschulgastronomie seit 2007, dass sich erst kürzlich ein Mensagast für die Nudelbar bei ihr bedankte. Er fand: „Nudeln machen glücklich!“

Ausgabe 9, 1/2015 | Autor: Laura Munzel

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