Was hat die Hochschule Osnabrück mit Prinz Charles zu tun?

Spenden statt vernichten – die Hochschule Osnabrück unterstützt die neue und einzige soziale Online-Spendenplattform in Deutschland, die Sachspenden bundesweit vermittelt.

Zum Wintersemester 2013/14 startete die Hochschule Osnabrück ein Praxis-Projekt, das im Zusammenhang mit der Modulvertiefung „Marketing“ durchgeführt wird. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Meyer erarbeiten die Studenten Bausteine eines Marketingkonzepts für die in Köln ansässige Innatura gGmbH. In Deutschland werden jährlich Waren im Wert von 7 Milliarden Euro von der Industrie weggeworfen. Saisonartikel, Aktionswaren, Überproduktionen, Fehletikettierungen, Sortimentswechsel oder Waren mit defekten Verpackungen wollen die Hersteller nicht mehr auf dem Markt verkaufen. Konsumgüterhersteller haben aber die Möglichkeit, die neuwertigen Produkte an Innatura zu spenden, die diese an gemeinnützige Organisationen weitergibt.

Nach Bedarf und gegen eine geringe Vermittlungsgebühr, welche in der Regel zwischen 5 und 20 Prozent des Warenwerts beträgt, können registrierte Organisationen Konsumgüter zukünftig auf der Onlineplattform bestellen. Vor allem kleinen Organisationen, die keine Lager- und Logistikkapazitäten haben, kommt dieses Konzept zu Gute. Die Spenderunternehmen – die ersten waren KimberlyClark und die Beiersdorf AG aus Hamburg – erhalten einen detaillierten Bericht über die Empfänger ihrer Produkte und deren Verwendung. Die Innatura gGmbH ist für die gesamte Logistik und die Qualitätssicherung zuständig, um einem eventuellen Missbrauch der Markenprodukte oder dem unerlaubtem Handel mit Spenden vorzubeugen. Partner und Vorbildorganisation der Innatura gGmbH ist die Charity InKindDirect, die seit 1996 in Großbritannien erfolgreich tätig ist. Deren Gründer und Präsident ist kein geringer als der englische Thronfolger Prinz Charles.

Ausgabe 5, 4/2013 | Autor: Anna Steinberger

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