Wie lange sucht man nach einer Studentenwohnung?

Rund 6.400 Erstsemester haben an Universität und Hochschule* in diesem Wintersemester ein Studium aufgenommen.

Doch auch wenn die Freude über die Zusage groß ist, kommt schnell die nächste Hürde für die Neulinge: die Wohnungssuche. Nicht alle Studienanfänger brauchen eine Unterkunft, denn einige kommen aus der Region und genießen noch die Zeit im Elternhaus. Für alle anderen heißt es: suchen! Eine Möglichkeit bietet das Studentenwerk Osnabrück. Insgesamt gibt es dort 1.712 Plätze in 26 Studentenwohnanlagen. Das Bewerbungsverfahren läuft über das Internet. Dort können Studenten ein Formular ausfüllen, welches dann vom Studentenwerk sofort bearbeitet wird. In der Regel muss eine Wartezeit von maximal vier Wochen in Kauf genommen werden, dabei kommt es aber auf die Flexibilität und den Bewerbungszeitraum an. „Wer das Ideal-Apartment in unmittelbarer Nähe zum Vorlesungsort für € 250 warm/Monat sucht, braucht sicherlich länger als jemand, der auch eine Busfahrt in Kauf nimmt und (vorerst) mit einem (WG-)Zimmer zufrieden ist“, so Geschäftsführerin Birgit Bornemann. Rund 1.000 Studierende haben sich in diesem Semester für ein Zimmer oder eine Wohnung beim Studentenwerk beworben und viele von Ihnen konnten auch untergebracht werden. Ein paar Wochen nach Studienbeginn standen nur noch 30 Prozent auf der Warteliste.

Nichts Passendes gefunden?

Anders sieht es für die Studierenden aus, die sich auf eigene Faust in den Wohnungskampf wagen. Nicht selten werden qualitativ schlechte Wohnungen angeboten. Außerdem bewerben sich zu viele Wohnungssuchende auf eine Immobile. Der Regelfall sind lange Wartelisten und nur wenig Hoffnung auf eine Zusage. Nach einer Umfrage von „Osnabrücker Wissen“ haben rund 80 Prozent länger als drei Wochen für die Wohnungs- suche gebraucht. Viele haben sich dabei bis zu zehn WG-Zimmer oder Wohnungen angeschaut, bis sie eine Zusage bekommen haben.
Alle Befragten nutzten dafür besonders eine Quelle: das Internet. Auf Seiten wie wg-gesucht.de können sich Studierende mit anderen Studierenden austauschen, die ein neues WG-Mitglied suchen. Fast täglich gibt es dort neue Angebote, die oftmals die letzte Hoffnung für die Erstsemester auf eine Wohnungsmöglichkeit darstellen. Auch die Wohnungsbaugenossenschaft Osnabrück weist darauf hin, dass die Suche mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. Auf ihrer Internetseite (wgo24.de) heißt es: „Zahlreiche Erstsemesterstudenten mussten auf Grund des mangelnden Wohnraumes weiterhin pendeln oder teilweise die Zeit, bis eine Wohnung gefunden werden konnte, in einer Pension oder Alternativen überbrücken.“ Tatsächlich wurden zwölf Studienanfänger vorübergehend im Katharina-von-Bora-Haus, einem Pflegeheim im Stadtteil Sonnenhügel, untergebracht.

*Die Zahl bezieht sich nur auf den Hochschulstandort Osnabrück

Ausgabe 5, 4/2013 | Autor: Kyra-Aileen Symalla

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Lupe © fotoknips – Fotolia.com; Stoppuhr © Cobalt – Fotolia.com; Foto Wohnanlage Studentenwerk Osnabrück © Kyra-Aileen Symalla