Deftig oder vegetarisch?

Diesmal kommt unser Rezept aus dem Emsland der 1960er Jahre, wo die Menschen, vor allem in der Landwirtschaft, schwere körperliche Arbeit verrichten mussten.

Die Anstrengung an der frischen Luft machte hungrig, und in den Bauernfamilien wurde deftig gekocht, um die meist drei Generationen in einem Haushalt satt zu kriegen. Oft war es die Oma, die kochte, denn die junge Frau musste mit auf die Felder oder im Stall arbeiten. Vegetarisch, das Wort kannte niemand. Um alle satt zu kriegen, gab es eine kräftige Rindersuppe vorab, dann die Hauptmahlzeit und schließlich den Nachtisch, der meist aus leckerem Eingemachtem bestand. Gab es Gemüse, so kam Fleisch und geräucherte Mettwurst mit in den großen Topf. Wem das zu deftig ist, sollte diese Zutaten weglassen, und schon isst er gesünder und auch vegetarisch.

Frisches Wurzelgemüse

Zutaten für 6 Personen:
1 kg dicke Schweinerippe
4 Wiener Würstchen
2 Stangen Porree
1 Bund Möhren
2 Zwiebeln
1 kg Kartoffeln
Margarine
Salz und Pfeffer
1-2 TL Gemüsebouillon

Zubereitung:
Rippchen in Margarine anbraten, salzen, pfeffern, mit 750 ml Wasser ablöschen und gar kochen. 1 Porreestange und Zwiebeln in Ringe schneiden und mitkochen. Gegartes Fleisch rausnehmen. Möhren, Kartoffeln und Porreeringe in Brühe – mit Gemüsebouillon – garkochen und stampfen (mit Stampfer, nicht mit Füßen), etwa 400 ml Wasser zugießen, je nach Kartoffelstärkegehalt mit Salz und Pfeffer schmackhaft machen. Petersilie klein schneiden, drauf streuen. Am besten schmeckt dazu stückiges, selbstgemachtes, warmes Apfelmus mit Zimt.

Ausgabe 11, 3/2015 | Autor: Erna Berg
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Bildnachweise

Bilder Wurzelgemüse  © Erna Berg