TEIL 11: Paul Hindemith

Paul Hindemith (1895-1963) begann seine Karriere als Enfant terrible und beschloss sie als moderner Klassiker. Als der berühmte Komponist 1957 nach Osnabrück kam, hielt sich die Begeisterung bei einigen Konzertbesuchern aber noch in überschaubaren Grenzen.

Allerdings machte der einstige Bürgerschreck, der das Osnabrücker Symphonieorchester auf Einladung von Musikdirektor Bruno Hegmann dirigierte, dem Publikum ein Angebot, das es nicht abschlagen konnte. Auf dem Programm stand nämlich kein skandalumwittertes Frühwerk, sondern seine deliziöse Ballettsuite „Nobilissima Visione“ aus dem Jahr 1938.

Außerdem präsentierten Paul Hindemith und das Osnabrücker Orchester die Ouvertüre zu Mozarts „Zauberflöte“ und Beethovens „2. Symphonie“. Am 2. Februar 1957 trug sich der Komponist mit seiner Frau Gertrud ins Goldene Buch der Stadt ein.

Ausgabe 11, 3/2015 | Autor: Thorsten Stegemann

Bildnachweise

Bild Hindemith ©www.commons.wikimedia.org/wiki/File:Paul_Hindemith_USA.jpg