TEIL 13: Rigoberta Menchú Tum

Im Guatemaltekischen Bürgerkrieg, der das zentralamerikanische Land mehr als drei Jahrzehnte verwüstete, erlebte Rigoberta Menchú Tum die Schrecken von Gewalt, Terror und Fanatismus aus nächster Nähe. Vater, Mutter und Bruder der 1959 geborenen Menschenrechtlerin wurden gefoltert und ermordet – doch Rigoberta Menchú setzte ihr Engagement für ein Ende der Militärdiktatur und die Rechte indigener Völker unbeirrt fort. 1992 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und zur UN-Sonderbotschafterin ernannt.

Neun Jahre später eröffnete sie in Osnabrück die internationale Konferenz „Exit – Wege aus der Gewalt für Kinder und Jugendliche“. Anlässlich dieses Besuchs trug sich Rigoberta Menchú Tum am 7. Mai 2001 in das Goldene Buch ein und verewigte dort den denkwürdigen Satz: „La vida es paz.“ – „Das Leben ist Frieden.“

Ausgabe 13, 1/2016 | Autor: Thorsten Stegemann
Footer_GB