Wie konkret sind Krieg und Frieden?

2014 jährte sich zum 100. Mal der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Doch die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ war letztlich auch nur eine Episode in einer bis heute andauernden Kette von Krieg, Gewalt und Unterdrückung. Schülerinnen und Schüler des Osnabrücker Graf-Stauffenberg-Gymnasiums beschäftigten sich in einem Workshop deshalb ganz grundsätzlich mit dem Thema Krieg und Frieden und suchten nach Möglichkeiten, ihre Gedanken und Ideen kreativ umzusetzen.

Eine Möglichkeit wurde ihnen von Jörg Ehrnsberger und Dr. Thorsten Stegemann nahegebracht. Die Dozenten der Schreibinitiative scribitur erarbeiteten mit den Schülern unterschiedliche Wege, um das Dauerthema Krieg und Frieden mit Methoden der „Konkreten Poesie“ zu verbinden.
„Osnabrücker Wissen“ dokumentiert das Projekt, das vom Literaturbüro Westniedersachsen und dem Forum Osnabrück für Kultur und Soziales e. V. (FOKUS) unterstützt wurde, in einer exklusiven Online-Präsentation.

Konkrete Poesie
Konkrete Poesie setzte sich aus dem lateinischen Wort concretus („dicht, fest“) und dem griechischen Wort ποίησις („Dichtung“) zusammen. Der Begriff kommt ursprünglich aus der Bildenden Kunst. In der Konkreten Poesie geht es nicht um das Erzählen von Geschichten, die Erläuterung von Gedanken oder die Beschreibung von Stimmungen. Im Zentrum steht immer die Sprache beziehungsweise das Spiel mit der Sprache. Wörter, Buchstaben und Satzzeichen verweisen nicht auf übergeordnete Zusammenhänge, sondern stehen „konkret“ für sich selbst.

Ausgabe 8, 3/2014 | Autor: Beitrag der Redaktion

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