Wo lernen Schüler Geschichte auf Französisch?

Nach der Schule noch Vokabeln und die Grammatik einer fremden Sprache lernen: Viele Schüler kennen diese anstrengenden Nachmittage, die manchmal frustrierend sind. Wer bilingual erzogen wird, lernt die Fremdsprache leichter. Die Angebote sind noch überschaubar, führen aber auch in Osnabrück bereits zu überzeugenden Ergebnissen. Unum. Satuit. Ir popore fur. Eperbes bon perdis virm.

Bilinguale Erziehung setzt zum einen auf das sogenannte Immersionsverfahren, bei dem Kinder schon im frühen Alter durch spielerische Aktivitäten und ohne Leistungsdruck Fremdsprachen erlernen. Aber auch der Schulunterricht kann bilingual angeboten werden, indem Schüler bestimmte Fächer in einer Fremdsprache belegen. Dabei wird deren Anteil an das Sprachniveau der Schüler angepasst, damit sie sicherer und selbstständiger im Umgang werden und das Erlernte auch in anderen Themengebieten anwenden können. Im Raum Osnabrück gibt es mehrere Schulen, die bilingualen Unterricht anbieten. Die Schüler des Gymnasiums „In der Wüste“ können ab der achten Klasse (seit dem Schuljahr 2016/2017) das Sachfach Geschichte, ab der zehnten Klasse und in der Oberstufe zusätzlich noch Politik wahlweise auf Französisch belegen. „Das Erlernen einer Fremdsprache ist für die jüngeren Klassen einfacher, da sie nicht so auf die Korrektheit der Sätze achten“, sagt Kathrin Hapel, Fachobfrau für bilingualen Sachfachunterricht Französisch am Gymnasium

„In der Wüste“. Auch die Schüler am Graf-Stauffenberg- und am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium können ab der siebten Klasse verschiedene Sachfachunterrichte auf Englisch wählen. Durch den bilingualen Unterricht erfahren die Schüler einen Perspektivenwechsel und eine bessere Sprachentwicklung. Zusätzlich zum vertiefenden Spracherwerb können die Schüler der Oberstufe des Gymnasiums „In der Wüste“ das Zertifikat „CertiLingua“-Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen für den erfolgreichen Abschluss des bilingualen Sachfachunterrichtes erlangen. Das Zertifikat weist nach eigenen Angaben „bilinguale Fachkompetenz, Sprachenkompetenz und europäische/internationale Handlungskompetenz“ nach und kann unter anderem die Schüler von Sprachprüfungen für einen internationalen Hochschulzugang freistellen. „Es wäre wünschenswert, wenn jeder Schüler einmal ein Modul in einer Fremdsprache durchlaufen würde“, meint Kathrin Hapel. Sicher mit Recht, denn Fremdsprachen, die nur einmal in der Woche für eine Stunde gesprochen werden, geraten schnell wieder in Vergessenheit.

Ansprechpartner: Kathrin Hapel,
Gymnasium „In der Wüste“
kathrin.hapel@gidw-online.de

Wandernde Bundespräsidenten nach Heinrich Lübke

1985 fand der nächste Deutsche Wandertag in der Region statt – ebenfalls in Anwesenheit des Bundespräsidenten. Richard von Weizsäcker verlieh dem 1883 gegründeten Heimat- und Verschönerungsverein Buer in Melle bei dieser Gelegenheit die Eichendorff-Plakette für „besondere Verdienste um die Pflege und Förderung des Wanderns, des Heimatgedankens und des Umweltbewusstseins“.2011 machte der Wandertag in Melle Station. Der Bundespräsident war erneut vor Ort und warb als Schirmherr der Veranstaltung für mehr Bewegung.„Gerade Kindern und Jugendlichen, die in der Stadt aufwachsen, die viel vor dem Computer sitzen und kaum noch ihren Bewegungsdrang ausleben bzw. ausleben können, tut Wandern gut“, meinte Christian Wulff.

Ausgabe 15, 3/2016 | Autor: Jule Schwalbach

Bildnachweise

Schülerinnen Bild © Kathrin Hapel // Flaggen © Black Spring, fotolia.de