Was wächst im vertical garden?

Der wohl ungewöhnlichste Garten der Region entstand an einer Wand des neuen Hasehauses und gibt dem innovativen Bauvorhaben nun sein grünes Gesicht. Architekt Rob Beerkens hat sich von Projekten in Spanien, den Niederlanden und Frankreich inspirieren lassen.

Der vertikale Garten dient allerdings nicht nur als optisches Highlight. Er speichert Wasser, spart Energie, senkt die Umgebungstemperatur, absorbiert CO2, reduziert den Umgebungslärm und isoliert das Gebäude. Damit steht er beispielhaft für die nachhaltige Bauweise, die das Hasehaus insgesamt auszeichnet.
Für die Bepflanzung wurden vollständig ausgewachsene Heckenelemente aus Efeu, der Arzneipflanze des Jahres 2010, in Aluminiumbehältern an der Fassade angebracht.

Ein ausgeklügeltes, vollautomatisiertes Bewässerungs- und Drainagesystem liefert Wasser, Nährstoffe und sorgt für eine ausreichende Belüftung.
Die Funktion des Bewässerungssystems wird per Internet überwacht. Sonden registrieren den Feuchtigkeitszustand im Boden und leiten die Werte an den Computer weiter. Bei Bedarf können Einstellungsänderungen dann direkt über das Internet erfolgen.

Trotzdem braucht auch ein vertical garden persönliche Zuwendung und fachgerechte Pflege. Der Unternehmer, der für die Internet-Überwachung verantwortlich ist, wird die Pflanzen mehrmals im Jahr schneiden. Aufgrund der Komplexität der Anlage sind außerdem regelmäßige Kontrollbesuche und Untersuchungen des Bewässerungssystems beauftragt.

Ausgabe 8, 3/2014 | Autor: Thorsten Stegemann
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