Welcher Aussichtsturm wurde nach einer Königin benannt?

Auch Jahrzehnte nach ihrem Tod war Königin Luise von Preußen (1776-1810) noch so populär, dass sich der „Verschönerungsverein Borgholzhausen“ schnell auf eine Namenspatronin für seinen Aussichtsturm einigen konnte.

1893, 100 Jahre nach Luises Heirat mit König Friedrich Wilhelm III., wurde das 21 Meter hohe Holzgerüst auf der Johannisegge im Teutoburger Wald errichtet. Da der Berg selbst bereits 291 Meter hoch ist, gewährt die Plattform bis heute einen phantastischen Blick ins Ravensberger Land, die Münstersche Tiefebene oder das Weserbergland. Sogar die Ausläufer des Sauerlands sind mitunter zu sehen – wenn das Wetter mitspielt, versteht sich.
Der Luisenturm ist bereits der vierte seiner Art, weil seine Vorgänger baufällig waren oder im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Die Einweihung der jüngsten Holzkonstruktion, die rund 200.000 DM kostete, fand am 5. Oktober 1991 statt.

Wie geht‘s zum Turm?

Der Luisenturm ist u.a. an der Teutoburger Straße in Borgholzhausen ausgeschildert. 1,3 Kilometer führen durch Wiesen, Felder und ein idyllisches, mitunter ziemlich steil ansteigendes Stück des Teutoburger Waldes. Wanderer ohne Zeitdruck brauchen etwa eine halbe Stunde bis zum Aussichtsturm, neben dem sich die Gaststätte Luisenturmhütte (Öffnungszeiten unter: http://www.luisenturmhuette.de) befindet. Beide werden vom Heimatverein Borgholzhausen betreut.

Ausgabe 10, 2/2015 | Autor: Thorsten Stegemann

Bildnachweise

Turmbilder © Thorsten Stegemann // Königin Luise von Preußen, Ölgemälde von Josef Maria Grassi (1802)