Wieso ist Pyes Wasser schwarz?

Nur einige Steinwürfe südlich der Autobahn liegt am Moorweg in Pye eines von insgesamt 66 Naturdenkmälern der Stadt Osnabrück.

Zwischen Bäumen und Sträuchern stößt der Besucher auf zahlreiche Erdkuhlen – und wenn es wieder einmal kräftig geregnet hat, auf ein Gewirr aus Pfützen, Tümpeln und Miniaturseen. Die dunkle Färbung des Wassers rührt von Huminstoffen der Moorvegetation her, die aus dem Torf ausgespült wurden.

Auch die sogenannte Flachrotte dürfte bei diesem Prozess eine wichtige Rolle gespielt haben. Vor Generationen wurden Flachshalme über längere Zeit in mit Wasser gefüllte Gruben gelegt, um dort zu „verrotten“ und bei der Flachsgarn- oder Leinenherstellung besser verwendet werden zu können.

Rund um das „Schwarze Wasser“ hat sich mittlerweile eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Am nahe gelegenen Moorweg, dessen Name einmal Programm war, findet sich außerdem ein kleiner Teich, der ein stimmungsvolles Ambiente bietet, aber ebenfalls nicht wirklich zum Baden einlädt.

Ausgabe 5, 4/2013 | Autor: Thorsten Stegemann

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Bilder © Thorsten Stegemann