Wo treffen sich Pitcher und Batter?

Ihre Sportart ist hierzulande (noch) nicht besonders populär, doch die Osnabrück Basebusters sind auf dem besten Wege das zu ändern. Seit 1991 ist der Klub im Niedersächsischem Base- und Softball-Verband aktiv.

Der vorwiegend aus den USA bekannte Mannschaftssport Baseball gleicht in seinen Grundzügen dem bekannten Brennball-Spiel. Doch nicht nur in den USA wird leidenschaftlich Baseball gespielt, auch in vielen lateinamerikanischen Ländern sowie in Japan und Südkorea ist Baseball die Nationalsportart.
Seit einigen Monaten spielt mit Donald Lutz der erste Deutsche in der besten Liga der Welt, der Major League Baseball in den USA. Möglicherweise erlangt die Sportart durch ihn auch hierzulande mehr Popularität. Denn in Deutschland gilt Baseball eher als Geheimtipp. Dabei ist der Sport eine lohnende Alternative zu den traditionellen Ballsportarten. So zählen zwar auch hier die Fähigkeiten jedes einzelnen Spielers, im Vordergrund steht allerdings das Funktionieren als Team.

Das Spiel kennt im Gegensatz zu den meisten anderen Mannschaftsspielen kein Zeitlimit. In jedem „Inning“ muss die verteidigende Mannschaft drei gegnerische Schlagmänner „Out“ bekommen, z.B. indem der geschlagene Ball aus der Luft gefangen wird. Danach tauschen die Mannschaften ihre Positionen im Feld. Nach neun gespielten Innings hat die Mannschaft gewonnen, die mehr Punkte („Runs“) erzielt hat. So dauert ein Spiel im Durchschnitt zwei bis drei Stunden. In der Defensive ist der Werfer („Pitcher“) der wichtigste Spieler. Es kommt zum Duell mit dem gegnerischen Batter. Während der Pitcher den Ball so wirft , dass der Batter diesen möglichst nicht treffen kann, hat dieser genau das Gegenteil vor, nämlich den Ball so zu schlagen, dass kein verteidigender Spieler an den Ball kommen kann.

Die Osnabrück Basebusters stellen das einzige Baseballteam Osnabrücks sowie der näheren Umgebung und sind als eigenständige Abteilung des Osnabrücker Sportclubs, OSC, organisiert. Die Baseball Saison beginnt im Frühling und streckt sich bis zum Herbst. Während ein Profiteam in den USA in diesem Zeitraum 162 Spiele bestreitet, spielen die Basebusters 12 Saisonspiele. Davon finden die Hälfte auf dem Platz der Basebusters auf dem ehemaligen Kasernengelände in Atter statt. Die Heimspiele der Basebusters werden hauptsächlich von Familienmitgliedern der Spieler, Freunden und Bekannten besucht und so herrscht immer ein familiäres Klima und der Duft von frisch gebratenen Burgern und Hot Dogs bringt ein Stück amerikanischen Flair nach Osnabrück.
Die weltweite Verbreitung dieses Sports spiegelt sich auch bei den Basebusters wieder. So gibt es neben vielen Deutschen auch Spieler aus Kuba, Ecuador und den USA. Die Basebusters sind stolz darauf eine solche multinationale Truppe zu haben und möchten ihre Liebe für den Sport auch an Kinder und Jugendliche weitergeben. Daher befindet sich seit diesem Jahr eine Jugendmannschaft sowie eine Softball-Damenteam im Aufbau. Verstärkungen sind für alle drei Teams willkommen und das Schöne am Baseball ist, dass für verschiedene Positionen auch verschiedene Fähigkeiten wichtig sind, und somit für jeden eine passende Position gefunden werden kann.

Internet: http://www.base-softball-onabrueck.de

Ausgabe 4, 3/2013 | Autor: David Raudonat

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