Wer starb bei 52°13’27.96“ 7°58’10.65“?

Als der 1859 in Papenburg geborene Nikolaus H. Bödige vor 90 Jahren auf dem Hüggel umherstreifte, war GPS-Technology noch reinste Utopie. Der Hobbygeologe, der seit 1897 als Mathematiklehrer am Carolinum in Osnabrück tätig war, orientierte sich in den Wäldern von Hasbergen auf ganz klassische Weise.

Neben Wanderbüchern und Schriften zur Heimatkunde und Denkmalpflege veröffentlichte er 1906 auch die kurze Abhandlung: „Hüggel und Silberberg: Ein historisch-geologischer Beitrag zur Landeskunde von Osnabrück“. Am 16. Oktober 1926 erlitt er auf einer seiner Wanderungen an der oben genannten Stelle einen Herzschlag. Im darauffolgenden Jahr errichtete der Verschönerungs- und Wanderverein von 1835 e. V. Osnabrück einen Gedenkstein an der Stelle, an der Bödige starb. Der Hüggel-Forscher war zu diesem Zeitpunkt so bekannt, dass die schlichte Inschrift „Bödige † 16.10.1926“ genügte.

Zu seinem  80. Todestag brachte der Kultur- und Verkehrsverein Hasbergen e.V. zusätzlich eine Platte an, die seitdem über das Wirken von Bödige Auskunft gibt. Heute ist der Bödigestein auch ganz ohne Smartphone und Co. für Wanderer leicht zu finden. Vom Parkplatz „Am Steinbrink“ geht es zunächst ca. 300 m ziemlich steil bergauf und schon ist er auf einer kleinen Lichtung zu sehen. Von dort lohnt es sich auf dem Hünenweg noch ein Stück auf ebenerer Strecke weiter zu laufen bis zur „Schönen Aussicht“.  Denn dort ist die Aussicht wirklich spektakulär!

Lektüretipp

Josef Grave: Vom Friesenweg zum Hünenweg – Ein Hauptwanderweg im Wandel der Zeit.

In: Emsland-Jahrbuch 2009,
S. 291-322.

Online unter:
www.emslaendischer-heimatbund.de

Ausgabe 14, 2/2016 | Autor: Jessica Stegemann

Bildnachweise

Bilder Stein © Thorsten Stegemann / Bild Bödige © Museum am Schölerberg