Wer tourt durch Osnabrück?

Seit 2010 sind sie aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken: Linienbusse aus vergangenen Jahrzehnten fahren am Wochenende durch die Straßen Osnabrücks. Wer in einem der liebevoll restaurierten Oldtimer, etwa dem imposanten MAN SD 200 Doppeldecker, Platz nimmt, kann nicht nur das Fahrgefühl früherer Zeiten nachempfinden. Die Passagiere erfahren auch viel Wissenswertes über die Stadt- und Industriegeschichte, interessante Sehenswürdigkeiten und besondere Plätze.

Wer die Stadt aus ungewöhnlicher Perspektive entdecken möchte, kann zwischen vier unterschiedlichen Routen wählen. Die „City-Tour“ durchkreuzt das Zentrum, folgt dem Verlauf der alten Befestigungsmauer und führt schließlich in benachbarte Stadtteile. Ausgebildete Stadtführer begleiten die Fahrt mit faszinierenden Geschichten und vielen interessanten Fakten. So wird die Geschichte Osnabrücks und seine (städtebauliche) Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert wieder lebendig. Die „Osnabrück-Tour Drum zu“ dringt bis an die Stadtgrenzen vor und führt durch verschiedene Stadtteile, die erst im 20. Jahrhundert eingemeindet wurden. Die Fahrt führt anschaulich vor Augen, dass sich Osnabrück zwar zu einer modernen Großstadt entwickelt hat, nach wie vor aber über eine erstaunliche Anzahl von „grünen Lungen“ verfügt.
Die „Industrie-Tour“ lädt zu einer spannenden Reise durch die drittgrößte Wirtschaftsregion Niedersachsens ein. Die Oldtimer-Busse machen Station bei der KME AG, der Papierfabrik Felix Schoeller, den Stadtwerken, am Hafen und bei der Spedition Koch International.
Die „Piesberg-Tour“ bringt die Teilnehmer zum Museum Industriekultur. Nach einem Gang durch den Hasestollen führt der Weg zum fast 200 Meter hohen Aussichtsturm am Windpark Piesberg, der bei entsprechendem Wetter einen herrlichen Ausblick garantiert.

Die Tour endet in Lechtingen, wo der Steinbruch mit seinen Fels- und Kohleschichten 300 Millionen Jahre Erdgeschichte verewigt hat.

Wer sollte mitfahren?

Die Rundfahrten werden von dem Verein Traditionsbus e.V., der Firma Zeitseeing, den Stadtwerken Osnabrück, der Osnabrück – Marketing und Tourismus GmbH und dem Museum Industriekultur organisiert. Sie richten sich nicht nur an Besucher von außerhalb, sondern ausdrücklich auch an passionierte Osnabrücker, die ihre Stadt von wenig bekannten und oft überraschenden Seiten entdecken möchten. „Wir wollen Osnabrückern und Touristen neue Eindrücke vermitteln“, betont Stadtführer Carsten Niemeyer. „Gestoppt wird immer dort, wo sich ein toller Blick über die Stadt eröffnet und Stadtentwicklung, Geologie und Geografie am besten erklärt werden können.“ Jörg Segebarth, Abteilung Marketing und Vertrieb, verspricht außerdem allen großen und kleinen Stadtentdeckern spannende Augenblicke bei der Fahrt durch die Geschichte der schönen Stadt an der Hase.

Wann geht es los?

City-, „Drum zu“- und Industrie-Tour werden an ausgewählten Samstagen (siehe u.a. Internetseite) angeboten. Sie dauern zwei Stunden und sind damit eine Stunde kürzer als die Piesberg-Tour, die an jedem vierten Sonntag des Monats auf dem Programm steht. Für Erwachsene kostet ein Ticket 10 € (Industrie- und Piesberg-Tour) bzw. 12 €. Kinder, Familien und Gruppen erhalten die Tickets zum vergünstigten Preis.

Weitere Infos zu den Touren:
http://www.stadtwerke-osnabrueck.de/ privatkunden/mobilitaet/freizeitangebote/stadtrundfahrten.html

Ausgabe 10, 2/2015 | Autor: Beitrag der Redaktion

Bildnachweise

Bilder © Traditionsbus Osnabrück