Wie britisch war Osnabrück?

Am 31. März 2014 jährt sich zum fünften Mal die Schließung der britischen Garnison Osnabrück. Mit rund 14.000 Soldaten und Familienangehörigen war die Stadt auf dem Höhepunkt der Belegung in den 1970er und 80er Jahren der größte Militärstandort außerhalb Großbritanniens – und nach Aldershot in England die zweitgrößte britische Garnison überhaupt.

Welche Aufgaben hatte die britische Armee in Deutschland?

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die „Britischen Rheinarmee“ mit ihren rund 100.000 Soldaten zunächst für die Unterstützung der Militärregierung in der Besatzungszone zuständig. Ihre Rolle änderte sich jedoch schnell. Sie wurde zu einem Hauptpfeiler der 1949 gegründeten NATO bei der Verteidigung gegen die Bedrohung durch den Warschauer Pakt.
Die Garnison Osnabrück entwickelte sich in diesen Jahren zum größten Militärstandort außerhalb Großbritanniens. Mit dem Nordirlandkonflikt und dem Falklandkrieg kamen neue Belastungen auf die Truppe zu, deren Einheiten im drei bis fünfjährigen Turnus verlegt wurden und im Rahmen des jährlichen Ausbildungs- und Manöverprogramms in unterschiedlichen Formationen im Übungseinsatz waren.
Mit der Beendigung des Kalten Krieges erfolgte eine drastische Reduzierung der Truppenstärke in Deutschland. Trotz der Einsätze im Golfk rieg 1991 und auf dem Balkan wurde bis zur Auflösung der „Britischen Rheinarmee“ am 31. März 1994 der Umfang der in Deutschland stationierten Heerestruppen auf etwa 25.000 Soldaten verringert.
Die 1994 in „British Forces Germany“ umbenannten Einheiten nahmen weiterhin an Einsätzen im Irak und ab 2001 in Afghanistan teil. Sie sollen bis voraussichtlich 2019 weiter reduziert und aus Deutschland abgezogen werden. Als im Juli 2006 die Schließung der Garnison Osnabrück bis 2009 verkündet wurde, war die Mannschaft sstärke bereits auf rund 3.000 Soldaten und 200 Mitarbeiter des zivilen Unterstützungsstabes mit Familienangehörigen gesunken.

Wie viele Kasernen bildeten die britische Garnison Osnabrück?

Eine britische Garnison besteht in der Regel aus mehreren Kasernenstandorten mit eigenem Hauptquartier und ergänzenden Einrichtungen. Von der britischen Armee wurden im Laufe der Stationierungszeit sieben der Osnabrücker Kasernenstandorte genutzt. Von den bereits in der Kaiserzeit auf dem Westerberg errichteten Kasernen an der Artilleriestraße (Woolwich Barracks, vormals Von-Stein-Kaserne) und an der Caprivistraße (Scarborough Barracks, vormals Caprivi-Kaserne) wurde bereits 1957 der südliche, ältere Teil der Woolwich Barracks an die neu aufgestellte Bundeswehr zurückgegeben. Im Jahr 1987 wurde dann auch Scarborough Barracks geschlossen. Die von 1935 – 39 gebauten Kasernen an der Sedanstraße (Prestatyn Barracks, vormals Metzer-Kaserne und Belfast Barracks, vormals Scharnhorst-Kaserne) und An der Netter Heide (Roberts Barracks, vormals Winkelhausen-Kaserne) waren im Zweiten Weltkrieg kaum beschädigt worden und konnten nach schrittweiser Sanierung in den 1950er Jahren zusätzliche Truppen für die wachsende Garnison aufnehmen. Die mit 37 Hektar zweitgrößte Kaserne war Quebec Barracks an der Landwehrstraße. Das ehemalige Lager Eversheide war im zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager für französische und jugoslawische Offiziere errichtet worden. Ein Großteil der ehemaligen Wehrmachtsbarracken wurde in den 1950er Jahren durch eingeschossige einfache Neubauten ersetzt. Neben wechselnden Infanterie-, Nachschub- und Pioniereinheiten sowie dem Brigadehauptquartier war hier von Ende 1969 bis Mitte 1976 auch eine Hubschrauberstaffel untergebracht.
Im gleichen eingeschossigen Baustil entstand ab 1951 auf dem Limberg eine Doppelkaserne (Mercer Barracks und Imphal Barracks), die sich als größter Kasernenstandort in Osnabrück über eine Fläche von insgesamt 70 Hektar erstreckte. Mercer Barracks beherbergte immer ein Infanteriebataillon und ein Instandsetzungbataillon der Royal Electrical and Mechanical Engineers (REME). Die Imphal Barracks im unteren Bereich des Gesamtkomplexes waren der Osnabrücker Standort für Panzereinheiten. Standortnahe Übungen fanden auf den Übungsplätzen in Achmer und Vörden statt.

Wie lebten die Briten in Osnabrück?

Um die notwendigen Büroräume für die Militärregierung und Wohnraum für die Unterbringung von Personal zu schaffen, wurden nach Kriegsende zahlreiche unzerstörte Wohnhäuser beschlagnahmt. Mit dem Bau neuer Wohnquartiere durch den Bund und private Investoren verbesserte sich die Situation in den 1950er und 60er Jahren deutlich. Es entstanden die Quartiere „Kleine Mayfair“ und „Kleine London“ zwischen Westerberg und dem Heger Holz sowie „Kleine Moscow“ in der Nähe des Nettebades und „Dodesheide Estate“ neben Mercer und Imphal Barracks. Weitere Siedlungen bestanden in Atterfeld und Lotte sowie in Belm, Belm-Vehrte und Georgsmarienhütte.
Für die Betreuung der rund 2.000 Kinder und Jugendlichen war durch eigene Kindergärten und Schulen bestens gesorgt. Außerdem gab es mehrere Kirchen, ein medizinisches Notfallzentrum, einen Reitstall („Saddle Club“ in Roberts Barracks) sowie Sportflächen innerhalb und außerhalb der Kasernen („Honeburg Sports Field“ am Fürstenauer Weg).
Ein wichtiger Treffpunkt für die gesamte Garnison waren die zentralen Gemeinschaft seinrichtungen. Zunächst befanden sich diese in einem Komplex aus Nissenhütten im Schlossgarten und auf dem Ledenhof. Erst 1962 erfolgte der Umzug in die Neubauten in den Woolwich Barracks. Hier befanden sich das Familien- und Informationszentrum, die Wohnungsverwaltung, das britische Personalbüro für die Zivilbeschäftigten, ein Kino („Globe Cinema“), der NAAFI-Supermarkt, das Erwachsenenbildungszentrum und das erste Clubheim der Veteranen- und Wohlfahrtsorganisation „The Royal British Legion“. Das Verkehrsbüro der Garnison war für den Betrieb der Busflotte und für ein Fahrzeug-Untersuchungszentrum – vergleichbar mit dem deutschen TÜV – zuständig.

Wo arbeiteten die Zivilbeschäftigten?

Der laufende Betrieb einer Garnison ist ohne Zivilbeschäftigte kaum vorstellbar. So waren in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere tausend Menschen bei den Briten beschäftigt, davon laut Stadtchronik im Jahr 1949 allein 4.150 Deutsche, unter anderem als Hausangestellte und (uniformiert) in der „German Service Organisation“ (GSO). Hauptsächlich aus Jugoslawien und den baltischen Staaten stammten die in der „Mixed Service Organisation“ (MSO) als Lagerarbeiter oder Fahrer beschäftigten Menschen. Dazu kamen britische Zivilangestellte, sogenannte „UK-Based Civilians“, die als Spezialisten in der Verwaltung sowie als Lehrer und Ärzte zum Einsatz kamen.
Alle Bataillone der Instandsetzungseinheiten der REME verfügen über zivile Werkstätten („Civilian Workshops“). Diese ergänzen die Reparaturkapazität des Bataillons, wenn die Soldaten sich im Einsatz oder im Manöver befinden. Sie beschäftigen neben Fahrzeugtechnikern auch Lackierer, Sattler, Meß- und Regeltechniker sowie viele andere technische Spezialisten, die die Fahrzeugflotte und die technische Ausrüstung repariert und wartet. Die Belegschaft des Civilian Workshops in den Mercer Barracks am Limberg umfasste etwa 100 deutsche und einige britische Techniker – ehemalige Soldaten, die sich nach Ende ihrer Dienstzeit in Osnabrück niedergelassen hatten.

Wie dachten die Briten über Osnabrück?

Die Antwort auf diese Frage sei schon sehr vielschichtig, sagt Christopher Linaker, der letzte britische Verbindungsoffizier, der auch heute noch in Osnabrück lebt. „In über 60 Jahren haben viele tausend britische Soldaten Osnabrück für eine gewisse Zeit erleben dürfen. Da ist schon entscheidend, für welche Ära die Beurteilung gilt.“ Es sind mindestens die Phasen der direkten Nachkriegszeit, des Kalten Krieges bis zu den Anschlägen der IRA in Deutschland und die von vielen Auslands- und Kampfeinsätzen geprägte Zeit ab 1991 zu unterscheiden. „Man lebte zwar in ‚splendid isolation‘ in den Kasernen und den Wohnquartieren, aber es lag wie so häufig am Interesse der jeweiligen Offiziere und des amtierenden Verbindungsoffiziers, wie stark ein Engagement außerhalb der Kasernen befürwortet und letztendlich auch vorgelebt wurde.“ Beispielhaft waren die Erfolge von Clifford Taylor, der von 1966 – 71 den Posten des Verbindungsoffiziers innehatte. In seine Amtszeit fällt der Aufbau von Partnerschaften zwischen Gemeinden und Kommunen in der Region um Osnabrück mit in der Stadt stationierten Einheiten wie z.B. der Stadt Georgsmarienhütte mit dem 1st Royal Tank Regiment, von Bad Essen mit dem 1st Battalion Th e Queen‘s Own Highlanders, von Melle mit dem 1st Queen‘s Lancashire Regiment und von Bad Rothenfelde mit dem 1st Royal Regiment of Wales. Türöffner waren dabei vor allem die jeweiligen Regimentskapellen und gemeinsame Sportveranstaltungen.
Die erhöhten Sicherheitsanforderungen nach den Anschlägen der IRA Ende der 1980er Jahre und den folgenden Einsätzen im Irak, auf dem Balkan und in Afghanistan bremsten viele Initiativen. „Die Kasernen wurden stärker gesichert, Sichtschutzplanen installiert und der Zutritt deutlichn erschwert“, erinnert sich Paul Barron, der für die britische Liegenschaft sverwaltung tätig war und heute im Team Konversion im Planungsamt der Stadt Osnabrück beschäftigt ist. „Ich denke aber, dass Osnabrück aufgrund seiner Lage, seiner Größe und der vielfältigen Freizeitmöglichkeiten als Standort bei den Soldaten sehr beliebt war. Wenn es der Dienstplan ermöglichte, nutzten viele junge Soldaten der Einheiten mit Rekrutierungsgebieten in Nordengland die Möglichkeit, freitags für ein verlängertes Wochenende mit der Spätfähre von Rotterdam nach Hull zu fahren“, so Barron. Auch Christopher Linaker ist sich sicher, dass trotz der zunehmenden Abschottung noch gemeinsame Aktivitäten das deutschbritische Verhältnis befruchtet haben.
Sehr positiv haben er und viele der in Osnabrück stationierten Soldaten die Verleihung des Ehrenbürgerrechts „Freedom of the City“ an die gesamte britische Garnison Osnabrück wahrgenommen.
„Das hat unsere Soldaten sehr stolz gemacht und zur letzten Freedom of the City Parade am 19. Juli 2008 sind die meisten der eingeladenen ehemaligen Kommandeure tatsächlich nach Osnabrück gekommen“, erzählt Linaker im Gespräch mit „Osnabrücker Wissen“.

Wer durfte mit Trommeln, Fahnen und Bajonetten durch die Stadt marschieren?

Glaubt man den Zeitungsberichten der 1960er und 70er Jahre, waren es vor allem die zahlreichen öffentlichen Musikveranstaltungen zu allen erdenklichen Anlässen, die Briten und Osnabrücker einander näherbrachten. Mit Platzkonzerten, Weihnachts- und Karnevalsfeiern, Wohltätigkeitskonzerten und Paraden zum Abschied von Einheiten oder zum Geburtstag der Königin konnte die Garnison in der öffentlichen Wahrnehmung punkten. Bei der britischen Armee genießen Paraden traditionell einen hohen Stellenwert. Die Inspektion der Truppen mit ihrer Ausrüstung und der anschließende Vorbeimarsch der Einheiten vor den kommandierenden Offi zieren hat vor allem einen Grund: den Soldaten regelmäßig ihre Vorgesetzten vor Augen zu führen und ihnen gegenüber Pfl ichtbewusstsein und Disziplin einzufordern.
Als „großen britisch-deutschen Tag“ bezeichnete Generalmajor M. B. Farndale die Verleihung des Ehrenbürgerrechts „Freedom of the City“ an die gesamte britische Garnison Osnabrück am 30. Mai 1980. Mit dieser Ehrung erhält eine stationierte militärische Einheit das Recht, mit rührenden Trommeln, wehenden Fahnen und aufgepflanzten Bajonetten durch die Stadt zu marschieren. Diese Parade wurde nun jedes Jahr unter großer Anteilnahme der Osnabrücker wiederholt. Nur 2007 fiel sie aus, da die Einheiten der Garnison entweder aufgrund laufender Einsätze in Afghanistan oder der Vorbereitung auf die bevorstehende Abkommandierung in den Irak nicht zur Verfügung standen.

Welcher Frisör ging ins Manöver?

Als 2006 das Ende der Garnison Osnabrück beschlossen wurde, arbeiteten noch etwa 530 Zivilangestellte in den Kasernen und der Militärverwaltung. Viele von ihnen waren sehr lange im Dienst der Briten. So auch Peter Goering, der von 1965 an als Friseur in Imphal Barracks für den korrekten Haarschnitt der Soldaten des jeweils stationierten Panzerregiments verantwortlich zeichnete. Sogar in Manövern war er dabei, um sicherzustellen, dass der Nacken ausrasiert und die Kotletten nicht zu lang waren.
„Hinter dem Zaun begann eine andere Welt, aber ich bin sicher, dass fast alle der bei den Briten Beschäftigten eine hohe Loyalität entwickelten und ihnen im Gegenzug von den Soldaten entsprechend Respekt gezollt wurde. Dies drückte sich zum Beispiel bei der Verleihung von Zertifi katen zu langjährigen Dienstjubiläen aus, die häufi g von den Kommandeuren der Einheiten persönlich überreicht wurden“, verrät Peter Goering. Ab 1987 arbeitete er zunächst im Wachdienst („Germany Guard Service“) und anschließend bis zu seiner Pensionierung in der Wohnungsverwaltung des ‚Kleine London Estate‘.

Wo flogen Sioux und Scouts?

In jeder Armee der Welt haben sich spezielle Bezeichnungen und Abkürzungen entwickelt. Bei den Sioux und Scouts handelt es sich jedoch keineswegs um indianische Späher, sondern um Hubschrauber. Von Oktober 1969 bis Mitte 1976 waren in Quebec Barracks sechs Sioux und vier Scout Helikopter der 659 Aviation Squadron stationiert. Die Sioux Hubschrauber verfügten über ein großes Cockpit aus Plexiglas, das scherzhaft auch als „Goldfischglas“ bezeichnet wurde. Weniger Spaß hatten die von Start, Flug und Landung geplagten Anwohner, sodass bereits in den 1970er Jahren ein Lärmreduzierungsprogramm zwischen Armee und Stadt vereinbart wurde. In diese Periode fällt auch der Bau der Panzerverladerampe in den Roberts Barracks am Hafen. Bis dahin wurde schweres Gerät über das städtische Straßennetz zum Güterbahnhof gefahren, was neben Lärm und Staus auch regelmäßig Schäden am Straßenbelag zur Folge hatte.

Wer tanzte im Kilt vor dem Rathaus?

Jede britische Einheit hat spezielle Paradeuniformen und pflegt ihre Zeremonien. Als im August 1966 das 1st Battalion The Royal Scots in Mercer Barracks seine vierjährige Stationierungszeit in Osnabrück begann, führte es sich mit einem Konzert seiner „Pipes and Drums“ und einer Tanzvorführung vor dem Rathaus ein. Mit vier Tänzern wurde ein sogenannter „Reel of Tullach“ aufgeführt und durch Dudelsackspieler musikalisch begleitet.

Wen zeichnete die Queen für seine Verdienste um die deutsch-britische Freundschaft aus?

Ohne die Entdeckung römischer Münzen und Schleuderbleie auf einem Acker bei Kalkriese durch den damals in Osnabrück stationierten Major Tony Clunn – seines Zeichens Hobbyarchäologe – wäre es wohl kaum zum Aufbau eines der wichtigsten touristischen Anziehungspunkte im Osnabrücker Land gekommen. Seine Funde legten den Grundstein für den Museumspark Varusschlacht und das heutige „Museum und Park Kalkriese“. Königin Elisabeth II zeichnete ihn 1996 für seine Verdienste um die deutsch-britische Freundschaft mit dem Orden „Member of the Order of the British Empire“ aus. (Major Clunn spielt auch in unseren „Stadt- und Landgeschichten“ eine wichtige Rolle)

Wie britisch IST Osnabrück?

Mit dem Abzug der Truppen sind die Militärfahrzeuge und Uniformen zwar aus dem Stadtbild verschwunden. Bei festlichen Gelegenheiten ist jedoch zuweilen über die „Pipes and Drums“Band der Royal British Legion zu ahnen, wie insbesondere in den 1960er und 70er Jahren mit den öffentlichen Auftritten der Regimentskapellen ein ganz spezielles Flair erzeugt wurde. Dies ist jedoch nur eine Aufgabe der Mitglieder der „Royal British Legion Osnabrück“. Als Teil der 1921 gegründeten Wohlfahrtsorganisation der Britischen Streitkräfte befassen sich die Mitglieder in erster Linie mit Spenden- und Hilfsaktionen zugunsten bedürftiger ehemaliger und aktueller Mitglieder der Streitkräfte und deren Familien – und natürlich mit der Traditionspflege.
„Die sozialen Aspekte unserer ehrenamtlichen Tätigkeit werden auch vor Ort immer wichtiger, denn viele unserer Mitglieder in Osnabrück haben mittlerweile schon ein fortgeschrittenes Alter erreicht“, erläutert Christopher Linaker, der aktuelle President der „Branch Osnabrück“. „Wir sind daher froh, dass mittlerweile fast 25 Prozent unserer derzeit rund 200 Mitglieder Deutsche sind.“ Das Vereinsheim in der Berghoff straße ist dabei die Basis vielfältigster Aktivitäten: vom „Breakfast Club“ für Senioren, über Weihnachtsfeiern, die Burns Night, den St. Patricks Day und dem jährlich stattfi ndenden Tag der offenen Tür bis zum obligatorischen „eyes down“ zum Start der Bingo Games.

 

“Freedom of the City” Wortlaut der Originalurkunde

Die Offi ziere und Soldaten der britischen Streitkräfte der Garnison Osnabrück haben sich in vielen Jahren durch vielfältige freundschaftliche Beziehungen zu den Bürgern Osnabrücks, durch Hilfsbereitschaft sowie durch ihr diszipliniertes Auftreten in der Öffentlichkeit ausgezeichnet. Um dieses bestehende freundschaftliche Verhältnis zu dokumentieren, zugleich um einen sichtbaren Beitrag zur Festigung der Beziehungen zwischen dem britischen und dem deutschen Volk zu leisten und damit den Bestrebungen zur Schaffung eines vereinigten Europas zu dienen, hat der Rat der Stadt Osnabrück am 22. April 1980 beschlossen, der britischen Garnison das Recht „Freedom of the City“ zu verleihen.“

Ausgabe 6, 1/2014 | Autor: Christoph Bergob-Jachens

Bildnachweise

Royal Stewart Tartan © Peter Goering / Parade © Stadt Osnabrück / Royal Stewart Tartan © Peter Goering ; Schaufensterschmuck © Peter Goering / HRH Prince Philip © Peter Goering; Panzerparade © Peter Goering; Zapfenstreich © Peter Goering; Belfast Barracks © Elvira Parton
Royal Stewart Tartan © Peter Goering ; Lüneburger Heide © Peter Goering; Regimentswappen 659 Squadron Army Air Corps © Christoph Bergob-Jachens; Scwerttanz © Peter Goering / Konzert im Schlossgarten © Peter Goering; Angetreten zur Verleihung des Ehrenbürgerrechts „Freedom of the City“, 30. Mai 1980 © Peter Goering