Wer arbeitet im Kino?

Der legendäre Beruf des Filmvorführers ist längst Geschichte. Trotzdem bieten Kinos eine Vielzahl attraktiver und zukunftsorientierter Arbeitsplätze. Auch die Filmpassage Osnabrück sucht immer wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unterschiedlichste Aufgabenbereiche.

Neben der Geschäftsführenden Gesellschafterin Anja Thies und ihrem Assistenten Robin Ehlert setzt sich die Betriebsleitung der Filmpassage aus vier Mitarbeitern zusammen, die für die operativen Abläufe im Kino verantwortlich sind. Jeder einzelne betreut außerdem Kerngebiete, für die sie oder er federführend zuständig ist. Dazu gehören beispielsweise die Bereiche Personal, Gastronomie, Events/Marketing, Technik oder Programm. Vier „Teamleiter Service“ bilden das Bindeglied zwischen den Service-Mitarbeitern und der Betriebsleitung. Die Service-Mitarbeiter sind so geschult, dass sie in allen Aufgabenbereichen eines Kinos arbeiten können. Sie werden im Ticket- und Gastronomieproduktverkauf eingesetzt, kümmern sich aber auch um Einlass und Ticketkontrolle, die Saal-Zwischenreinigung, das 3D-Brillenhandling und das Starten der Filme. Einige Service-Mitarbeiter können darüber hinaus die technische Betreuung während der Spielzeiten übernehmen. Außerdem sind zwei Haustechniker in der Filmpassage tätig.

Warum gibt es keine Filmvorführer mehr?

Der technische Fortschritt und die damit einhergehenden tiefgreifenden Veränderungen in der Berufswelt machen auch vor den Kinos nicht Halt. Filmvorführer im klassischen Sinne, die im analogen Zeitalter unverzichtbar waren, gibt es nun nicht mehr. Mit der Digitalisierung wurden in der Filmpassage alle Mitarbeiter zu „Allroundern“ ausgebildet, die in allen Bereichen eingesetzt werden und auch die Digitalprojektoren bedienen können, die mehr an Computer als an herkömmliche Filmprojektoren erinnern.

Die einzelnen Schritte, die zur modernen, digitalen Filmvorführung gehören, müssen nämlich programmiert werden. Die Filmvorführer von heute schreiben sogenannte „Shows“, welche die Lichtregie, Werbeeinblendungen oder das Trailering steuern. Wenn alles richtig programmiert ist, läuft das Programm dann fast von alleine.  Aber auch andere klassische „Kino-Berufe“ verlieren nach und nach an Bedeutung. Die Eisverkäufer, die regelmäßig nach der Eiswerbung in den Saal kamen, arbeiten heute fast überall an modernen Servicetheken.

Wen sucht die Filmpassage?

Die Filmpassage Osnabrück, die selbst Veranstaltungskaufleute ausbildet, sucht immer engagierte Mitarbeiter, die sich für das Medium „Kino“ begeistern können. Für den Servicebereich werden hauptsächlich sozialversicherungspflichtige oder studentische Teilzeitmitarbeiter eingestellt. „Man sollte Spaß am Kino mitbringen und gerne mit Menschen und für Menschen arbeiten, da Dienstleistung bei uns eine entscheidende Rolle spielt“, beschreibt Gesellschafterin Anja Thies die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in der Filmpassage. Bewerberinnen und Bewerber sollten sich allerdings über die Tatsache im Klaren sein, dass es keine üblichen Arbeitszeiten gebe, denn in einem Kino arbeite man schließlich, wenn viele andere frei hätten. Besonders wichtig ist Anja Thies, dass künftige Mitarbeiter aufgeschlossen und freundlich sind. „Unsere Kunden kommen zu uns, um ihre Freizeit zu genießen!“ Die Mitarbeiter sollen sich auch filmisch informieren, d.h. möglichst viele Filme und Trailer sehen, um den Gast besser beraten zu können.

Gibt es Aufstiegschancen?

Wer in der Filmpassage eine Ausbildung zur/zum Veranstaltungskauffrau/-mann absolviert, hat die Chance, bei entsprechendem Bedarf in die Betriebsleitung aufzusteigen. Aber auch engagierte Servicemitarbeiter können entweder zum Teamleiter aufsteigen oder in die Betriebsleitung integriert werden. Den Haustechnikern stehen ebenfalls viele Möglichkeiten offen – schon deshalb, weil die Kinos immer älter werden und ihre Instandhaltung einen wachsenden Aufwand in Anspruch nimmt.

Ausgabe 13, 1/2016 | Autor: Beitrag der Redaktion
Kino

Bildnachweise

Bilder © Filmpassage Osnabrück / Icons © christine krahl, fotolia.de