Wie viel Flow hat Osnabrück?

Dynamisch, spontan, flexibel – das ist flow>k. Doch kaum jemand weiß, wer oder was genau für den richtigen „flow“ sorgt. Träger dieses Carsharing-Konzepts sind die Stadtwerke Osnabrück sowie der Verein StattVerkehr e.V. unter dem Namen der gemeinsam gegründeten stadtteilauto OS GmbH. Ziel ist es, die Mobilität der Osnabrücker zu fördern und neben dem öffentlichen ein noch flexibleres, aber emissionsschonendes Verkehrsmittel zu bieten.

Wie funktioniert das Carsharing-Konzept?

Die flow>k-Fahrzeuge können im definierten Geschäftsgebiet überall abgestellt werden, ohne Stationen. Je nach Abstellgebiet fallen unterschiedliche Kosten dafür an. Es gibt jeweils eine 0-, 5- und 10-Euro-Zone innerhalb des Geschäftsgebietes. Damit ist eine flexible und spontane Nutzung möglich. Per Smartphone, Tablet oder PC können verfügbare flow>k-Autos einfach lokalisiert werden. Mit einer individuellen Zugangskarte, die man beim Check-in erhält, wird das Auto geöffnet. Fixkosten gibt es nicht, die einmalige Anmeldegebühr beträgt 29 Euro, dazu kommen variable Kosten von 0,10 Euro pro Minute sowie 0,29 Euro pro Kilometer, die Spritkosten, Versicherung und Kfz-Steuer abdecken. Das Geschäftsgebiet ist in drei Zonen aufgeteilt: Je nachdem, wo das flow>k abgestellt wird, fallen entweder keine, 5 Euro oder 10 Euro Abstellgebühren an. Auch eine Gutschrift dieser Gebühren ist möglich, wenn das flow>k beispielsweise von einer 10-Euro-Zone zurück in die 0-Euro-Zone gefahren wird. Speziell für Studenten wurde ein Konzept als Ergänzung zum Semesterticket entwickelt. Hier entfällt die Anmeldegebühr und die Öffnung des flow>k funktioniert nach einer Validierung im AStA auch mit der Campus Card. Bezahlt wird unkompliziert per Einzugsermächtigung.

Gibt es eine Alternative zum flexiblen flow>k?

Neben dem flow>k existiert auch das stat>k. Beim stationsgebundenen Carsharing stat>k können Nutzer die Fahrzeuge fest buchen und an vorgegebenen Standorten abholen und abstellen. Außerdem stehen verschiedene Fahrzeuggrößen zur Verfügung. Die Tarife unterscheiden sich je nach Viel- oder Wenigfahrern in der monatlichen Grundgebühr sowie in den Zeitpreisen per Stunde der einzelnen Fahrzeugklassen, Tag oder Woche und pro Kilometer.

Wie hat sich das Konzept entwickelt?

In den letzten zwei Jahrzehnten wurde die Carsharing-Idee immer beliebter. Von zehn Nutzern im Jahr 1994 stieg die Nutzerzahl auf rund 2.000 Nutzer im Jahr 2016. Etwa 1.250 nutzen sowohl das stat>k- als auch das flow>k-Angebot. Auch die Anzahl der Fahrzeuge stieg deutlich an: Aus anfänglich einem Auto wurden mittlerweile 54 stat>k- sowie 30 flow>k-Fahrzeuge.

Woher kommt der Name?

Der Name „flow-k“, englisch ausgesprochen [/flau ka:/], wurde eigens von einer Werbeagentur entwickelt. Das „k“ steht stellvertretend für das Auto als Zentrum des Carsharing. Da das Auto zeitlich flexibel und nicht ortsgebunden gemietet werden kann, ist es freibeweglich nutzbar. Es erfolgt sozusagen ein fließender (engl.: „flow“) Übergang zwischen der Idee, das Auto nutzen zu wollen und dem tatsächlichen Fahren des Autos.

Ausgabe 14, 2/2016 | Autor: Katharina Morrmann

Bildnachweise

Bilder © Stadtteilauto OS GmbH